Radio Regenbogen https://www.radioregenbogen.de Wed, 11 Mar 2026 17:54:16 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=6.9 Mentalmagie und Zauberkunst https://www.radioregenbogen.de/mentalmagie-und-zauberkunst-187560/ Wed, 11 Mar 2026 17:47:27 +0000 https://www.radioregenbogen.de/?p=187560 Pablo Krause wohnt am Samerberg, ist 22 Jahre alt und hat einen besonderen Beruf: Er ist Magier. Am 13. März ist er bei einem Magic Dinner auf der Frasdorfer Hütte zu sehen und am 19. April im Weitzinger Keller in Miesbach. Eine Tournee ist in Vorbereitung. Mich hat er verzaubert, hat den Vornamen eines Menschen, an den ich dachte, fest verschlossen auf einem Zettel in seiner Brieftasche gehabt und konnte die Spielkarte, die ich mir vorstellte, „erraten“. Kann der Mann Gedanken lesen? Das war die erste Frage, die ich dem Zauber- und Mentalkünstler im Podcast gestellt habe. (Reinhart Knirsch)

 

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Von MIR empfohlen: https://www.radioregenbogen.de/von-mir-empfohlen-4-187533/ Tue, 10 Mar 2026 15:38:30 +0000 https://www.radioregenbogen.de/?p=187533 Handverlesene Livemusik-Events Handverlesen von Santos von der MiR

 

 

 

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Absurdes Theater: Die Stühle von Ionesco https://www.radioregenbogen.de/absurdes-theater-die-stuehle-von-ionesco-187509/ Mon, 09 Mar 2026 17:01:35 +0000 https://www.radioregenbogen.de/?p=187509 Von Reinhart Knirsch: Eine solche Inszenierung habe ich im Theater Wasserburg noch nie erlebt. Der gesamte Zuschauerraum ist Bühne. Alle Besucher sitzen auf der Galerie und schauen von oben auf das Geschehen. Unter der Regie von Nik Mayr inszenierte das Theater Wasserburg  Die Stühle von Eugène Ionesco, einem der Hauptvertreter des absurden Theaters. Grandios spielen Hilmar Henjes und Rosalie Schlagheck das Ehepaar Poppet und Semiramis, die nach einer Apokalypse die vielleicht letzten Überlebenden sind. Poppet will eine wichtige Botschaft verkünden. Die unsichtbaren Gäste, vom einfachen Mann bis zum Kaiser, brauchen – auch wenn sie nur imaginär sind –  Stühle und freundliche Begrüßung. Es wird hektisch. Das Ehepaar erwartet den Redner, der Poppets Botschaft in die richtigen Worte kleiden soll.

 

Nach der Premiere konnte ich mit Regisseur Nik Mayr sprechen.

Das Stück verbindet Tragik mit absurdem Humor. Die Stühle bleiben leer, wie oft auch die Worte ganz im Sinne Ionescos leer bleiben. Die Inszenierung geht eigene Wege und zieht von Anfang bis Ende einen surrealen Bann, Dank der kreativen Regie und dem tollen Schauspiel.

Foto Christian Flamm/oh

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Dokumentarfilmfestival rund ums Tier https://www.radioregenbogen.de/dokumentarfilmfestival-rund-ums-tier-187476/ Sun, 08 Mar 2026 11:27:03 +0000 https://www.radioregenbogen.de/?p=187476 Vom 12. bis 15. März 2026 lädt das Team des Filmfestivals „Nonfiktionale“  im 18. Jahr dazu ein, die faszinierende Welt des Dokumentarfilms zu entdecken.

Ob Maß aller Dinge, Identifikationsfigur oder naheliegendes Sujet: In der Regel ist der Mensch das Zentrum der filmischen Erzählung. Doch weitet man den Blick, öffnet sich der Raum: Natur und Tier lösen sich aus dem Bildhintergrund. Sie können zu eigenständigen Protagonisten des Films werden oder treten mit Menschen in eine komplexe Beziehung.

Wie lassen sich Natur und Tier als Hauptfiguren in einem Dokumentarfilm etablieren? Wie gelingt es, eine ganz eigene Perspektive jenseits des anthropozentrischen Blickwinkels zu finden? Welche filmischen Mittel kommen dabei zum Einsatz? Wie lässt sich die ungleiche Beziehung zwischen Mensch und Natur darstellen? Welche Rückwirkung hat dies auf unser Selbstverständnis und unsere Wahrnehmung der Welt?

Unter dem aktuellen Motto „Mehr als der Mensch“ zeigt die „Nonfiktionale“ dokumentarische Arbeiten, die den Fokus weg vom menschlichen Handeln und Sein, hin zu Tier und Natur richten oder aber deren Verhältnis zum Menschen beleuchten.

 

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Bruno Jonas https://www.radioregenbogen.de/bruno-jonas-187455/ Fri, 06 Mar 2026 15:15:56 +0000 https://www.radioregenbogen.de/?p=187455 Er ist Kabarettist, Autor und Schauspieler: Bruno Jonas steht seit über einem halben Jahrhundert auf der Bühne. Mit seinem aktuellen Soloprogramm „Klappe halten“ kommt er am Samstag, 14. März, nach Rosenheim ins Rosenheimer Kultur- und Kongresszentrum. Anlass für Robert Betzl und Reinhart Knirsch, mit ihm ein Gespräch zu führen. Ein Talk über die Anfänge mit Sigi Zimmerschied, über den Nockerberg, die „Lach- und Schießgesellschaft“ und sein aktuelles Programm. Und wie immer bei „Knirsch trifft Betzl“ wird’s auch philosophisch. Was ist Humor, was darf Satire, was ist Wahrheit? Da bleiben selbst Kant und Platon nicht verschont.

 

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Liebeschaos mit Tsatsiki https://www.radioregenbogen.de/liebeschaos-mit-tsatsiki-186732/ Mon, 02 Mar 2026 10:36:06 +0000 https://www.radioregenbogen.de/?p=186732 Unter dem Pseudonym Isabelle Maris hat Monika Nebl nun schon ihren dritten „Travel-Romance-Roman“ veröffentlicht. Er führt nach Griechenland und heißt „Liebeschaos mit Tsatsiki“. Foto KI-verändert.

 

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Omas Tasche und das Hitler-Attentat https://www.radioregenbogen.de/omas-tasche-und-das-hitler-attentat-186705/ Thu, 26 Feb 2026 12:16:10 +0000 https://www.radioregenbogen.de/?p=186705 Von Katja Klee (KulturVision)

„Nie wieder ist jetzt“, mit diesen Worten begrüßte Irene Durukan, Vorsitzende von Mut & Courage Bad Aibling e.V., die zahlreichen Gäste am letzten Abend der Max-Mannheimer-Kulturtage 2026. Thies Marsen, Journalist beim BR, präsentierte seinen Podcast  (2024) live. BR-Redaktionsleiterin Susanne Poelchau und BR-Redakteur Thomas Morawetz begleiteten ihn.

Oma und Opa Verschwörer gegen Hitler?

Es ist eine unglaubliche, Marsen findet sogar „unglaubwürdige“ Geschichte, die ihm seine Oma Karoline Rudolph seit seiner Jugend immer wieder erzählte: Sie habe auf Bitten ihres Ehemanns die Aktenmappe besorgt, in der Claus Schenk Graf von Stauffenberg am 20. Juli 1944 die Bombe für das Attentat auf Adolf Hitler in der „Wolfsschanze“ versteckt hatte. „Oma und Opa Verschwörer gegen Hitler?“ – der couragierte BR-Journalist begab sich auf Spurensuche nicht nur in der eigenen Familiengeschichte.

Lesetipp: Erinnerungskultur in Bad Aibling

Es gab vieles, was Thies Marsen an der Erzählung seiner Oma Karoline Rudolph zweifeln ließ. Sein Verhältnis zu ihr sei ohnehin ambivalent gewesen und dass sie schon immer gegen den Nationalsozialismus eingestellt gewesen sei, glaubte er nicht recht. Doch die resolute Dame ließ nicht locker und versuchte schließlich, ihren Enkel bei der Berufsehre zu packen: Als Journalist beim BR könne er doch Beweise liefern, dass es wahr sei, was sie erzählte. Marsen begann zu recherchieren und die Oma lieferte ihm bis zu ihrem Tod im Jahr 2021 – als Hundertdreijährige! – meist per Telefon immer wieder Erinnerungsschnipsel, Namen und Begebenheiten zu dieser Geschichte.


Das Thema stieß auf großes Interesse. Foto: Katja Klee

Omas Erzählung

Thies Marsen spielt an diesem Abend mehrmals Omas Originalstimme ein. Sie klingt brüchig aufgrund des Alters, aber die alte Dame ist eifrig bei der Sache: „Mir ist noch was eingefallen …“, beginnt sie zu erzählen. Etwa, dass der 20. Juli 1944 ihrem Mann Walter Rudolph, der Major im Generalstab der Wehrmacht gewesen war, das Leben gekostet hätte. Nicht sofort und direkt, denn er sei von den Nazis weder als Verschwörer entlarvt noch verurteilt worden. Sondern weil er im Herbst 1944 an die Ostfront versetzt wurde, für Karoline Rudolph ein „Todeskommando“. Dort geriet er bald in russische Gefangenschaft und verstarb im September 1946 in einem sowjetischen Kriegsgefangenenlager an Diphterie.

Ein schwerer Schlag für die junge Familie. Die Eltern hatten erst im November 1939 geheiratet, 1942 und 1944 waren die Töchter Bärbel und Dorle geboren worden. Beide haben so gut wie keine Erinnerungen an ihren Vater und wie in vielen Familien wurde in der Nachkriegszeit auch nicht viel nachgefragt – die Traumatisierung durch NS-Zeit und Krieg schwang noch lange mit. Auch die Töchter kannten die Geschichte über die besondere Aktenmappe, beschäftigten sich aber nicht weiter damit. Anders die Enkelgeneration, die noch dazu von Oma Karoline regelrecht angestachelt worden war. Was war dran an Omas Familienlegende?

Archivfunde und sieben Kisten voller Briefe

Eine besondere Bedeutung, so Thies Marsen, hatte ein Telefongespräch, in dem seine Oma über ein Mittagessen Anfang Juli 1944 im „Berchtesgadener Hof“ unweit von Hitlers Berghof auf dem Obersalzberg berichtete. Gemeinsam mit hochrangigen Militärs, deren Namen sie erinnerte, waren sie und ihr Mann „Gäste des Führers“. Schon damals hätte die Bombe, verwahrt in „Omas Mappe“, gezündet werden sollen. Doch Hitler sagte kurzerhand ab und entging so dem Anschlag. Marsen recherchierte in der Literatur und in Archiven und fand heraus, dass Omas Erzählungen hier der Wahrheit entsprachen.

Thies Marsen
Thies Marsen erzählt ebenso spannend wie einfühlsam. Susanne Poelchau und Thomas Morawetz umrahmen ihn. Foto: Katja Klee

In den Gesprächen mit ihrem Enkel nahm die hochaltrige Frau immer wieder Bezug auf die intensive Briefkorrespondenz, die sie und ihr Ehemann während des Krieges gepflegt hatten. Fast täglich, manchmal sogar zweimal am Tag, hätten sie sich geschrieben. Zudem habe Walter Rudolph dafür gesorgt, dass die Briefe seiner Ehefrau per Boten wieder zu ihr zurückkamen. Der private Schriftverkehr zwischen den beiden ist so ziemlich vollständig erhalten. Als sie ihrem Enkel schließlich von einem Brief erzählt, in dem ihr Mann sie darum bat, ihm eine „pfundige Mappe“, also eine standesgemäße Aktentasche zu besorgen, da er nicht hinter den anderen Offizieren zurückstehen und sein geschnürtes Aktenbündel ablegen möchte, ist für Marsen klar: Die Briefe müssen gesichtet werden.

Ist Opa ein Held oder ein Verbrecher?

Damit beginnen ein tiefer Einblick und eine intensive, schmerzhafte Auseinandersetzung mit der eigenen Familiengeschichte, die die Familie gemeinsam bewältigt. Sieben Kisten voll mit Briefen werden gesichtet, ausgewertet und besprochen. Es kommt heraus, dass Walter Rudolphs Militärlaufbahn der Blutspur der Wehrmacht folgt und er an zahlreichen Kriegsschauplätzen tief in die Verbrechen der Wehrmacht verstrickt war: in Österreich, im Sudetenland, in Frankreich, bei der sogenannten Partisanenbekämpfung auf dem Balkan, auf Kreta und schließlich an der Ostfront. Marsen nennt ihn einen „Massenmordmanager“.

Die oft gestellte Frage: „Wie kann jemand, der tagsüber Massenverbrechen plant und ausübt, am Abend an seine ‚geliebte Frau‘ schreiben?“, treibt die Familie um. Mit seiner Oma ist das Gespräch darüber nicht mehr möglich. Sie wehrt ab. Thies Marsen beschließt, sie zu schonen und ihr diesen Teil der Familiengeschichte nicht mehr zuzumuten.

Was die Briefe auch preisgeben: Walter Rudolph war am 20. Juli 1944 zumindest in der Nähe des Führerhauptquartiers „Wolfschanze“ und teilte seiner Frau an diesem Tag mit: „Nichts Neues hab ich zu berichten.“ Erst zwei Tage später ließ er wieder von sich hören: „Bin vom Anschlag auf den Führer tief erschüttert.“ Ob das eine verschlüsselte Information oder die reale Beschreibung seiner Gefühlsverfassung war, bleibt unbeantwortet.

Ein einziges Mal traf die junge Familie nach dem 20. Juli 1944 noch zusammen, erzählt Karoline Rudolph. Ihr Mann sei damals „auf Drogen“ gewesen, in schlechter Verfassung. Waren das die Folgen des gescheiterten Attentatsversuchs oder die Erfahrungen im Vernichtungskrieg? Thies Marsen beantwortet die Frage „Ist mein Opa ein Held oder ein Verbrecher? Oder beides?“ bewusst nicht und zeigt anschaulich und einfühlsam, dass zu einer Erzählung immer die ganze Geschichte gehört, auch wenn sie wehtut. Nur so wird die Botschaft gehört und „kann dazu beitragen, dass die Welt ein kleines bisschen besser wird“, so sein Resümee.

An diesem Abend jedenfalls ist es ihm gelungen: Die Aufarbeitung der – nicht nur – eigenen Familiengeschichte in der NS-Zeit zog die Zuhörer in ihren Bann und brachte sie dann miteinander ins Gespräch über das, was war und sich nicht wiederholen dürfe.

Bild: BR/Nadja Dall Armi // Hitler Porträt: picture alliance / SZ Photo | Scherl // Aktentasche: National Archives NextGen Catalog

 

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Von MIR empfohlen #3 https://www.radioregenbogen.de/von-mir-empfohlen-3-186687/ Thu, 26 Feb 2026 11:52:11 +0000 https://www.radioregenbogen.de/?p=186687 Mit Santos und Reinhart

 

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Rosenheimer Jugendmusikpreis verliehen https://www.radioregenbogen.de/rosenheimer-jugendmusikpreis-verliehen-186663/ Tue, 24 Feb 2026 11:42:53 +0000 https://www.radioregenbogen.de/?p=186663 Beim Rosenheimer Jugendmusikpreis der Stadt Rosenheim (gestiftet von der Kultur- und Sozialstiftung Dr. Michael Stöcker) gab es vier Preisträger: Den dritten Preis teilten sich die Bands „Sevi und Juli“ sowie „Los Collitas“. Gewinner 2026 ist das Quartett „Doffemoar Musi“, gefolgt von der Sängerin Felicia Djugum auf dem zweiten Platz.

 

(Hinweis Autor R.Knirsch war auch Mitglied der Jury)

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„Das Leuchten zwischen den Zeilen“ von Lotte Römer https://www.radioregenbogen.de/das-leuchten-zwischen-den-zeilen-von-lotte-roemer-186642/ Mon, 23 Feb 2026 12:39:58 +0000 https://www.radioregenbogen.de/?p=186642 Heute hat Monika Nebl ein Buch mitgebracht, das eine Liebeserklärung an die Welt der Bücher ist und ein Buch, das entschleunigt. Worum es geht und warum Monika Nebl das Buch am liebsten in der Hängematte liest.

 

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